DE 08.10.2004
- Umweltbeirat: Geschäftsführer und Betriebsleiter der HIM nennen Fakten

BIEBESHEIM.
Die Emissionsberichte HIM in Biebesheim und Informationen über Art und Menge der Abfallstoffe, die in der Sonderabfallverbrennungsanlage in Biebesheim angeliefert und verbrannt werden, standen auf der Tagesordnung des Umweltbeirats HIM. Zudem stellte der seit Februar tätige HIM-Geschäftsführer Andreas Ellerkmann dem Gremium Dr. Siegfried Artmann vor, seit 1. Juni Betriebsleiter der HIM: „Er ist ein absoluter Fachmann in der Branche.“ Dr. Artmann sei Chemiker und seit 1984 in der Sonderabfallbeseitigung tätig. Dem etwa halbstündigen Emissionsbericht des Betriebsleiters entnahm der Beirat – in der Sitzung war nur etwa ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend –, dass abgesehen von sporadischen Abweichungen (etwa durch Netzausfall) sowohl die gemessenen Tagesmittelwerte als auch die Jahres- und Halbstundenwerte „alle im grünen Bereich“ lagen. Zu erhöhten Emissionswerten komme es auch, wenn zu verbrennende Stoffe angeliefert würden, die fehlerhaft deklariert sind, erläuterte Artmann. Doch auch diese Emissionswerte lagen dann noch unter den zulässigen Grenzwerten, zeigte die grafische Darstellung. Der HIM-Beirat und der amtierende Moderator Michael Wolf akzeptierten die Messergebnisse; Wolf ist zudem Immissionsschutzbeauftragter der HIM. Des weiteren nannte der Betriebsleiter dem Beirat die in Biebesheim angelieferten Abfallmengen: Im ersten Halbjahr 2004 waren dies unter anderem 21 700 Tonnen Festabfälle/Fässer, 6200 Tonnen pastöse Abfälle, 4000 Tonnen Lösungsmittel und 16 500 Tonnen Abwässer. Zusammen rund 60 000 Tonnen (hochgerechnet aufs gesamte Jahr: 118 600 Tonnen). Im Vergleich zu den Jahresmengen 2000 (103 000 Tonnen) und 2002 (111 000 Tonnen) steige die angelieferte Menge wieder. Für das Wirtschaftsunternehmen HIM sei dies eine positive Entwicklung, betonte Betriebsleiter Artmann. Auch die Sondermülleinfuhr aus dem Ausland hatte im ersten Halbjahr 2004 zugenommen, berichtete Artmann auf Anfrage dieser Zeitung: Im Jahr 2003 waren es rund 2500 Tonnen von rund 7800 Tonnen, die aus dem Ausland angemeldet („notifiziert“) worden sind; das heißt rund 32 Prozent Anlieferung. In diesem Jahr sind bisher 44 Prozent der notifizierten Gesamtmenge von 6700 Tonnen angeliefert worden. Auch diese Steigerung sei für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gut. „Wir sind nahezu ausgelastet“, hatte Artmann im Beirat bestätigt. Am Rande des Jahresberichtes informierten Geschäftsführer und Betriebsleiter über den Austausch des Wäschers in der Verbrennungslinie 1: Für rund 1,08 Millionen Euro sei vom 28. August bis 15. September der Wäscher ausgetauscht worden. Der Grund sei der natürliche Verschleiß der Gummierung gewesen. Der Wäscher war von 1982 bis 2004 im Betrieb. Der Beirat kommt zur nächsten Sitzung am 15. März 2005, 16 Uhr, in der HIM zusammen.
hhh